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Gamecube



XIII

 Details zu XIII

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Top-ReviewReview von GameGodTop Reviewer (Level 6), Score: 243491 Zockerbudenbild im Profil!




::: Fazit :::


GameGodKurz und knapp: XIII hat mich nicht begeistert – so einfach ist das. Ein stinknormaler Ego-Shooter, der durchschnittliche Kost darstellt: die KI saublöd, der Spielablauf saulinear und die Spiel-Balance dank unfairem Schwierigkeitsgrad saumäßig patzig. Kleinere Designmacken (Blindenführer inklusive) und der Mutiplayer-Modus, der wohl nichts anderes als einen netten Bonus darstellt, setzen noch einen drauf. So degradiert sich XIII selbst zu einem Durchschnittsspiel. Tja, und der Durchschnitt wird durch den Atmosphäre-Plus, der tollen Story, dem innovativen Grafikstil, der netten Sounduntermalung und den zahlreichen Waffen und Objekten in ein „Gut“ verwandelt. Mehr ist aber bei bestem Willen nicht drin – es gibt zahlreiche bessere Genre-Vertreter.



::: Positiv :::


innovativer Grafikstil im Genre
viele Objekte und Waffen
nette Sounduntermalung
viele Szenarien



::: Negativ :::


niedrige KI
linearer Spielablauf
unfairer Schwierigkeitsgrad
kleine Designmacken
Mutiplayer-Modus nur Durchschnitt



::: Rating :::


Wertung: 65%

Veröffentlicht am 01.12.2003 21:20, dieser Review wurde 432x gelesen.


Null-Zehn-Drei-Zehn
XIII



„Hallo. Ich muss mich entschuldigen – ich kann mich ihnen nicht vorstellen. Denn ich weiß nicht, wer ich bin. Ich weiß nicht, was ich hier mache. Ich weiß nur, dass ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika umgebracht haben soll. Und nun bin ich auf der Flucht. Mein einziger Anhaltspunkt ist ein Bankschlüssel und eine Tätowierung, die eine römische dreizehn darstellt. Mein Name ist Thirteen und ich brauche ihre Hilfe..“

Doom 3, Half-Life 2, Unreal 2: Hauptgrund warum ich mir XIII gekauft habe, ist der einzigartige Grafikstil, das sich von den genannten Konkurrenten wohltuend und vorbildlich abhebt: Figuren und Objekte haben dicke schwarze Ränder, Dialoge werden per passender deutscher Sprachausgabe (XIII wird von Ben Becker gesprochen) mithilfe von typischen Comic-Sprechblasen inszeniert und ab und zu eingeblendete Fensterchen, die zum Beispiel den Abgang eines Feindes zeigen, untermalen die Comic-Atmosphäre. Dieser Grafikstil zeigt eindeutig, was mit Cel-Shading möglich ist und wie unterschiedlich die Spiele mit demselben Grafikstil doch sind: Zelda benutzt zwar auch Cel-Shading, sieht aber dennoch nicht so aus wie XIII. Zudem ist das Spiel mit der Unglückszahl nicht wirklich kindergerecht aufgemacht: Blut und detaillierte Sterbeanimationen, die in maximal drei Pop-Up-Fenstern wie in einem Comic gezeigt werden, haben in den Händen von Kindern nichts zu suchen. Und dennoch: Ubi Softs Ego-Shooter war von Anfang an als Comic zum Spielen gedacht und das hat man auch erreicht. Nicht mehr und nicht weniger...

...denn: Mag XIII grafisch noch so anders sein und präsentationstechnisch neue Wege gehen: letztendlich ist der Comic zum Mitspielen nichts anderes als ein gewöhnlicher Ego-Shooter ohne nennenswerte Innovationen oder Höhepunkte.

Schuster, bleib bei deinen Leisten. Und das tut XIII in jeder Hinsicht. Seien es die Rätsel, die sich auf kleinere Suchspiele à la „Schalte alle Generatoren aus“ beschränken, seien es die Schleicheinlagen, bei denen man sich vor feindlichen Wachen verstecken muss, oder seien es die Schusswechsel, die sich wie in jedem anderen Ego-Shooter auch anfühlen. XIII will außergewöhnlich sein, ist aber stinknormal. Das heißt aber noch lange nicht, dass es schlecht ist. Nur hat man sich bei diesem Szenario mehr erwartet als einen soliden Ego-Shooter mit Hochglanz-Lack.

Die Steuerung gestaltet sich Ego-Shooter-typisch und braucht mit dem Controller etwas Übung. Doch nach einigen Versuchen geht alles schön flüssig von der Hand. Ein „richtiges“ Tutorial gibt es übrigens nicht – der Spieler wird gleich auf die Suche nach der eigenen Identität geschickt.

In XIII spielt vor allem Interaktivität mit der Umgebung eine große Rolle. So will es jedenfalls Ubisoft. Denn die Interaktivität beschränkt sich auf stumpfes einsammeln von allen möglichen Objekten, mit denen man – neben Pistolen, Maschinengewehren und Raketenwerfer – den Gegnern die Rübe einhaut. Ob Stühle, Flaschen oder Glassplitter: die meisten Sachen lassen sich einsammeln und benutzen. Objekte, die für den weiteren Spielverlauf wichtig sind (wie z.B. Schlüssel) werden blindengerecht markiert: ein Riesenviereck zeigt sie unübersehbar an. Auch wenn bestimmte Items (wie z.B. Enterhaken) zu Einsatz kommen, helfen diese Kästchen. Während dieses System bei den Objekten eher negativ in die Kerbe schlägt (da kann man doch gleich mit einem Blindenhund an der Leine durch die Welten gehen), ist das bei den Gegnern nur fair: Feinde, die etwas weiter weg sind (vor allem Scharfschützen) werden genauso markiert und sind kinderleicht auszumachen. Und das ist auch gut so...

...denn der Schwierigkeitsgrad von XIII wird im Laufe des Spieles von unfair auf „Turok-Evolution-Niveau“ ansteigen. Da spielt man doch tatsächlich über ne halbe Stunde, wird ins Jenseits geschickt und darf gleich alles noch mal machen. Hier kann man dann Ubisoft die berechtigte Frage stellen: Müssen solche Designfehler wirklich sein? Zu Zeiten, in denen sich selbst Scheiße dreidimensional darstellen lässt (man spiele doch mal Dog’s Life) muss doch eine anständige Speicherfunktion ein Fingerschnippen sein!?

Ein weiteres Ärgernis: der als so toll angepriesene sechste Sinn ist nichts weiter als warme Luft. Die Idee ist eigentlich gut: durch Lautmalerei („Tap, Tap, Tap“) soll der Spieler selbst hinter eine Ecke mitbekommen, wo sich der Gegner gerade aufhält und im rechten Moment zuschlagen oder vorbeischleichen. Es gibt aber ein Problem: Die Gegner sind so schlau wie Brot. Wenn man hinter eine Ecke hervorkommt schauen sie erst mal verdutzt, dann schreien sie, dann holen sie ihre Waffe raus, dann schießen sie. Inzwischen hat der Spieler ganz nebenbei Super Mario Sunshine und Metroid Prime durchgezockt. Zwar sind die richtigen Feinde (also die Banditen, nicht die Polizisten, denen ihr nichts anhaben dürft) ein Tick reaktionsfreudiger, das Gelbe vom Ei sind aber auch die nicht.

Zudem spielt sich XIII unglaublich linear. Verschiedene Lösungswege gibt es nicht und von Handlungsfreiheit hat man auch schon besser geträumt. Sehr schade, aber verständlich: man wollte wohl keine neuen Comic-Sequenzen machen und das Script nicht stören. Die Zwischensequenzen sind aber trotzdem sehr nett gemacht und wie ein Comic aufgebracht.
Dadurch, dass sich XIII so linear spielt, kann man vielleicht auch das abwechslungsarme Gameplay erklären. Zwar gibt es Levelziele, die es zu bewältigen gibt, erreichen tut man sie trotzdem, in dem man den normalen Pfad folgt. Das wichtigste ist eh was anderes: überleben. Aber den Schwierigkeitsgrad habe ich ja schon erwähnt...

Doch nun ist Schluss mit der Kritik, denn XIII hat auch gute Seiten. Neben der Grafik sind das vor allem die abwechslungsreichen Szenarien: Seid ihr zu Beginn auf Long Beach und begeht eure erste Flucht, befindet ihr euch kurz darauf in einer Bank, wo ihr die Polizisten zwar nicht umbringen, aber mit dem Stuhl umnieten dürft. In der Bank erwartet euch außerdem euer erster Flashback. Euch wird, nachdem die Grafik durch einen Schwarzweiß- und Filmstörfilter überlegt wurde, ein Blick in die Vergangenheit gewährt. Dort dürft ihr XIII weiterhin steuern und euch über die Dialoge wundern, die reichlich mysteriös sind. „Wer hat den Präsidenten umgebracht? Wieso heiße ich XIII? Und warum um Gottes Willen komme ich aus Frankreich?“ Fragen über Fragen, die in der hochspannenden Geschichte von Zeit zu Zeit beantwortet werden. Ein richtiger Motivationspunkt!

Obligatorisch: der Multiplayer-Modus. Wer keinen hat, hat ein Problem. XIII hat zwar einen, hat aber trotzdem ein Problem: die GameCube-Version kommt ohne Online-Unterstützung aus. Ist zwar nicht die Schuld von Ubisoft, schöne wäre es aber trotzdem, wenn einer integriert werden. Nichtsdestotrotz begnügt ihr euch halt mit einem Vier-Spieler-Splitscreen mit den typischen Modi: neben verschiedenen Deathmatch-Abarten, erwartet euch noch eine skurrile Geisterjagd, die witzig sein soll, aber irgendwie deplatziert wirkt. Naja, Spaß macht es trotzdem, der Multiplayer-Modus. Bis...

...auf die ab und zu zickige Technik. Läuft schon das Hauptprogramm ab und zu ins Abseits durch Framerate-Einbrüche der Extraklasse, zeigt sich der Multi-Modus noch bockiger und macht einen auf Zicke. Mir kann es egal sein, spiele ich halt Time Splitters 2...

In Sachen Sound braucht man sich nicht zu beschweren. Die Jungs und Mädels haben ordentliche Arbeit geleistet. Auf die Nerven gehen wird euch die Klangwelt von XIII jedenfalls nicht. Es erinnert alles irgendwie an die unglaublich schlecht gemachte Batman-Serie. Überall macht es „Krach“ und „Bumm“. Die Sounduntermalung wird auch wieder mit Lautmalerei unterstützt, was sich ja bekanntlich durch das ganze Spiel zieht.




In Kooperation mit Gaming-Universe





Ergänzung vom 03.12.2003, 15:50:
Anmerkung zu den angeblichen Widersprüchen:

Die KI ist blöd. Das Einsammeln/Finden von Objekten ist zu einfach. Das Spiel ist zu schwer, weil richtige Rücksetzpunkte fehlen. Man kratzt ab und darf von vorn beginnen. Da kann man sich nicht den kleinsten Fehler leisten.



Review-Score 3782


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BaraclesePro Reviewer (Level 5), Score: 93468Official Beta-Tester am 25.02.2004 23:55
Ich kann diese Wertung und den Text nicht nachvollziehen. Niedrige KI, finde ich nicht, die KI ist Durchschnitt. Unfair? Wird von dir nicht erklärt - im Gegenteil, es finden sich Textstellen, die eher auf leichte Gegner schließen lassen. Außerdem gibt es innerhalb eines Levels mehrere Checkpoints an denen man respawnt, falls man stirbt, was du auch verneinst (wieso?). Deine Anführungen sind bar jeder Logik und ich verstehe nicht wie dein Review so gut bewertet werden konnte. Du schreibst von "abwechslungsarmem Gameplay", da erscheint es mir so, als ob du nicht erkannt hast, was das Spiel wirklich bietet, bzw. bieten will und was nicht. Das Spiel WILL linear sein, deswegen auch die Hilfen beim Auffinden von Schlüsseln, Keycards, etc. Das Spielgefühl wird von dir überhaupt nicht rübergebracht. Mit deinen schlecht ausgeführten Negativkritikpunkten nimmst du deinen Argumenten selbst den Wind aus den Segeln.


CubanceTop Reviewer (Level 6), Score: 139920 Zockerbudenbild im Profil! am 08.12.2003 14:13
Ich schließe mich den anderen Kritikern an. Zur Steuerung sagst du kaum etwas, auch die Missionsziele werden etwas vernachlässigt. Zwar bringst du meistens ein Beispiel, das war's aber. Da hätte ich mir doch ein wenig mehr gewünscht. Auch der Widerspruch wird für meine Begriffe nicht deutlich genug widerlegt. Sprachliche Fehler sind mir diesmal nicht ins Auge gefallen. Mit ein bisschen mehr Feinschliff wäre ein ++ problemlos drinnen gewesen. Aber auch so ist dein Text absolut lesenswert.


OmniBrainTop Reviewer (Level 6), Score: 191842 Zockerbudenbild im Profil! am 06.12.2003 17:14
Schließe mich ebenfalls Yeboah an. Außerdem fehlen mir detaillierte Ausführungen zum Zielsystem, zum Leveldesign und zum Gameplay an sich. Dass du das Spiel derart runtermachst, aber trotzdem 50% geben würdest (wäre da nicht die tolle Präsentation), ist mir auch etwas unklar. Speichersystem, KI, Framerate, Multiplayer - alles (anscheinend) schrott. Sowas ist für mich eigentlich nicht mehr Durchschnitt. Des Weiteren sind ein paar kleine Tipp-/Grammatikfehler drin, die stören aber nicht sonderlich.

Das + gibt's aber dennoch, was an der kritischen Betrachtungsweise, dem ordentlichen Schreibstil, dem sehr guten Fazit und den (wie immer) superhübschen Bildern liegt.



Delta77Advanced Reviewer (Level 3), Score: 14584 am 03.12.2003 10:41
Ich schliesse mich der Meinung von Yeboah an, was die Widersprüchlichkeit Deiner Kritikpunkte angeht. Wenn die Gegner so dumm sind, wieso ist das Spiel dann so schwer? Dass es in den Levels keine Rücksetzpunkte gibt ist schon ziemlich ärgerlich, für sowas sollte es generell 10 Prozentpunkte Abzug geben. Alles in allem finde ich Dein Review aber ziemlich gelungen, man weiss mit was man bei XIII rechnen muss: ein typisches "für 30 Euro kann man es sich kaufen, wenn man Ego-Shooter-Fan ist"-Spiel.


DellayPro Reviewer (Level 5), Score: 55031 Zockerbudenbild im Profil! am 02.12.2003 18:46
Nun ja, ich will da nicht so durchblicken. Das Spiel ist wie ein normaler Ego S. Das Du es öde findest das alles nur erdenkliche makiert wird und so zu einfach zu finden und auf der anderen Seite ist es wiederum gut das alle Gegner einfacher zu killen sind???? Wie? Wenn es so einfach ist und die KI saudämlich erscheint weiß ich nicht was an dem Spiel schwer sein soll! Das es keine Rücksetzpúnkte gibt weiß ich nun auch aber trotzdem ist das , wie ich finde, kein triftiger Grund. Da die Gegner ja zwischen Metroid und Mario noch aufs Klo laufen könnten bevor sie schießen. Ich komme damit nicht so klar, wiedersprüchlich das ganze und bringt mir nichts im Bezug auf das Gameplay! Der Rest ist aber ordentlich und dafür gibt das ein hau hau hauchdünnessssssssssssss +


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 Details zu XIII


::: Wertungsrichtlinien :::

91% - 100%Referenz
81% - 90%Spitzenklasse
71% - 80%sehr gut
61% - 70%gut
51% - 60%durchschnittlich
41% - 50%unterdurchschnittlich
31% - 40%schlecht
21% - 30%sehr schlecht
11% - 20%miserabel
1% - 10%Aaargh


::: Reviews in Arbeit :::

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::: Neue Ergänzungen :::

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::: Frisch überarbeitet :::

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